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Planungen zur Erweiterung des Eberswalder Obusnetzes
in das Wohngebiet "Max Reimann" und nach Finow



Durch zentrale Beschlüsse der Regierung der DDR war der Erhalt und weitere Ausbau des Obusses in der DDR gesichert. Daraus folgend beschloß der Rat des Bezirkes Frankfurt/Oder am 26. September 1985 die Erweiterung des Eberswalder Obusnetzes in das Wohngebiet "Max Reimann" und nach Finow.

Bereits in den 60er Jahren bestanden Vorstellungen und Planungen zum Anschluß der Stadt Finow an das Eberswalder Obusnetz. Sie fielen damals jedoch hauptsächlich den Unzulänglichkeiten der sozialistischen Planwirtschft zum Opfer. Diese wurden jetzt teilweise wieder aufgegriffen und schöpferisch weiterentwickelt.

Im Wesentlichen wurden drei Bauabschnitte vorgesehen:
  1. Anbindung des Wohngebietes "Max Reimann", des größten Eberswalder Stadtteiles
  2. Anbindung des Stadtteiles Finow
  3. Anbindung des Wohngebietes "Max Reimann" an den Stadtteil Finow.
Im 1. Bauabschnitt sollte eine zweigleisige Fahrleitung von Westend Boldtstraße, Ernst-Thälmann-Straße, Spechthausener Straße über Max-Reimann-Straße zur vorläufigen Endhaltestelle in der Salvador- Allende-Straße errichtet werden. Die Fertigstellung des 1. Bauabschnittes war für Ende 1986 geplant.

Im 2. Bauabschnitt sollte eine zweigleisige Fahrleitung von der Kreuzung Spechtausener Straße/Leninstraße über Kleinen Stern, Großen Stern, Finow Post, Wasserturm zum Walzwerk und weiter über Angermünder Straße, Wolfswinkler Straße zur Straße des Friedens errichtet werden. Die Planungen für den 2. Bauabschnitt enthielten also eine weiträumige und großzügige Anbindung des Stadtteiles Finow. Desweiteren war der Bau des Gleichrichterunterwerkes West (GUW West) nahe dem Forsthaus Finow und einer Abstellfläche für die Obusse, deren Stückzahl sich auf über 30 Fahrzeugeinheiten erhöhen sollte, auf dem Gelände des GUW West vorgesehen. Die Fertigstellung des 2. Bauabschnittes war für Dezember 1987 geplant.

Im 3. Bauabschnitt sollte eine zweigleisige Fahrleitung von der Kreuzung Salvador-Allende-Straße/Georgi-Dimitroff- Straße über die noch zu bauende Verbindungsstraße Georgi-Dimitroff-Straße/Schönholzer Straße errichtet werden. Eine eingleisige Wendeschleife sollte das Wohngebiet Finow Ost über Fritz-Weineck-Straße und Ringstraße weiträumig erschließen. Am Kleinen Stern war eine Verbindung der Fahrleitung der beiden Linien des 2. und 3. Bauabschnittes sowie eine Umsteigemöglichkeit geplant.

Der Bau eines neuen Obus-Betriebshofes als Erweiterung des Kraftverkehrs in Nordend war ebenfalls für 1990/91 geplant.

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