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Obus-Linie  861  siegte beim bundesweiten ADAC-Schulbustest 2010



Im Zeitraum vom 11. Januar bis 16. März 2010 testete der deutsche Automobilclub ADAC zum nunmehr dritten Mal Schulbus-Linien. Die Obus-Linie  861  siegte beim bundesweiten ADAC-Schulbustest 2010 und erhielt vom ADAC die Note "gut".

HaltestellenBeförderungBusfahrerSchülerFahrzeugADAC-Urteil
Gewichtung10 %25 %30 %15 %20 %100 %
Eberswalde, Obus-Linie  861 gutgutsehr gutgutgutgut

Einen sehr großen Anteil an diesem Erfolg hatten die Obus-Fahrer, die als Einzige im Test mit der Note "sehr gut" in der entsprechenden Kategorie ausgezeichnet wurden. Sie erhielten damit eine mit Abstand bessere Bewertung gegenüber den anderen getesteten Linien. Die Obus-Fahrer waren freundlich im Umgang mit den Kindern, kannten sich in ihrem Obus gut aus, fuhren den Wetterverhältnissen angepasst und hielten sich allzeit an die Straßenverkehrsordnung samt Höchstgeschwindigkeit. Vor allem bei der Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit waren sie entschieden besser als die Kollegen der anderen getesteten Bus-Linien. Auch in allen anderen Kategorien wurden gute Ergebnisse erzielt. Die Test-Haltestellen waren in der Nähe der Schule, es gab dort genügend Platz. Die Obusse waren pünktlich und nicht überfüllt.

In den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen wurde die Hin- und Rückfahrt auf jeweils drei Schulbus-Linien getestet. Insgesamt waren das 72 Testfahrten. Hinweise von Eltern waren die Grundlage für die Auswahl zweier Schulbus-Linien pro Bundesland. Die dritte Schulbus-Linie pro Bundesland wurde nach geografischen Auswahlkriterien ausgesucht. Mehrheitlich wird die Schülerbeförderung durch den allgemeinen Linienverkehr realisiert. Deshalb wurden vorwiegend Busse im Linienverkehr mit festgelegten Routen und Haltestellen sowie mehr als 30 Sitzplätzen geprüft.

Im oben genannten Zeitraum setzte der ADAC weibliche Testerinnen ein, die 36 Bus-Linien auf dem Weg zur Schule unerkannt begleiteten und dabei eine umfangreiche ADAC-Checkliste abarbeiteten. Die Checkliste wurde vom ADAC auf der Grundlage einschlägiger, rechtlicher Vorschriften (unter anderem EU-Ausstattungsrichtlinie, BOKraft, StVZO, Sozialvorschriften, Anforderungskatalog für Schulbusse) erstellt. Die ADAC-Testerinnen führten auf den jeweils zwei Fahrten pro Bus-Linie Gespräche mit Kindern und Busfahrern. Am Ende des Tests gaben sich die Testerinnen den Busfahrern zu erkennen. Auf Hin- und Rückfahrten wurden die Testhaltestellen beurteilt sowie Geschwindigkeitsbegrenzungen und Baustellen erfasst. Es wurden die der Schule am nächsten gelegenen Haltestellen ausgewählt.

Der ADAC verteilte rund 120 Punkte auf die geprüften Kategorien. Es wurden u.a. die Anzahl der Kinder und die Situation im Bus, das Verhalten der Kinder und des Fahrers, der sichtbare Zustand des Busses sowie Lage und Ausstattung der Haltestelle zur Schule erfasst und bewertet. Die Geschwindigkeit wurde mittels eines GPS-Gerätes gemessen. Der Test wurde fotografisch dokumentiert. Der ADAC bewertete die Testergebnisse mit den Noten "sehr gut", "gut", "ausreichend", "mangelhaft" und "sehr mangelhaft".

Laut ADAC hielten sich die Guten und die Schlechten die Waage: Ein knappes Viertel der insgesamt 36 Strecken im ADAC-Test 2010 von Busfahrten zur Schule war mit einem "mangelhaft" durchgefallen, ein gutes Viertel bekam "gut". Der Rest war Mittelmaß mit der Note "ausreichend". Die Note "sehr mangelhaft" wurde ebenso wenig vergeben wie ein "sehr gut".

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