Sie sind hier: Übersicht > 5. Archiv > SPD sieht Obus-Verkehr in Gefahr



aus der Märkischen Oderzeitung vom 24.05.2007:

Eberswalde

SPD sieht Obus-Verkehr in Gefahr



Eberswalde (MOZ) Der SPD-Ortsverein Eberswalde hat sich für den Erhalt des Obus-Verkehrs in Eberswalde ausgesprochen. "Der Obus gehö rt zu Eberswalde genauso wie Würstchen und Spritzkuchen. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine der drei letzten Obus-Kommunen in Deutschland diese Technologie aufgibt, während in anderen Ländern nicht zuletzt zur Verminderung des CO2-Ausstoßes über die Einführung solcher Systeme nachgedacht wird", erklärte die SPD-Ortsvereinsspitze in einer Presseerklärung.

Zurzeit prüft der Landkreis Barnim die Wirtschaftlichkeit der Barnimer Busgesellschaft. Die SPD sieht den Fortbestand der Obusse in Gefahr: "Leider scheint sich der Landkreis sicher zu sein, dass der wirtschaftliche Betrieb des ÖPNV nur durch die Abschaffung des Obus-Verkehrs in Eberswalde erreicht werden kann", heißt es in dem vom stellvertretenden Vorsitzenden Jürgen Kumm und Fraktionschef Peter Kikow unterzeichneten Schreiben. Vom Landkreis fordert die SPD, nicht nur wirtschaftliche Aspekte zu berücksichtigen, sondern die ökologischen Folgekosten, die durch den Betrieb mit Dieselbussen entstehen würden, mit zu beachten. Ferner soll der Kreis ergebnisoffen prüfen, ob und inwieweit es trotz höherer Investitionskosten möglich ist, die Obusse wirtschaftlich zu betreiben. Ziel dürfe nicht sein, so die SPD, die Unwirtschaftlichkeit des Obus-Verkehrs festzustellen.